Das Mädchen mit dem Fingerhut [Buchempfehlung]

Michael Köhlmeier ist mein deutsch schreibend lebender Lieblingsautor. Sein neuestes Buch “Das Mädchen mit dem Fingerhut” habe ich letzten Samstag im Rausch käuflich erworben und in einem Rutsch (das war auch ein Rausch) vor der Arbeit durchgelesen.

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Autor: Michael Köhlmeier
Titel: Das Mädchen mit dem Fingerhut
Verlag: Carl Hanser Verlag,
erschienen am 1.Februar 2016
Hardcover, 144 Seiten

 

 

 

Zum Buch: Es wird die Geschichte aus Sicht eines Mädchens erzählt, welches inmitten eines Winters von ihrem Onkel in einer vermutlich europäischen Stadt “ausgesetzt” wird, um auf Flucht, Schutz suchend zu überleben. Auf 144 Seiten lernt der Leser das Mädchen mit Ängsten, elementaren Problemen (wie Hunger, Kälte, Abweisung) kennen. Sie hat dabei zeitweise Helfer, die in gleicher Situation sich befinden.

Zum Autor: Michael Köhlmeier ist Österreicher, geboren 1949 in Hard. Er lebt als freier Schriftsteller in Hohenems und Wien. Neben Romanen hat Hr Köhlmeier unter anderem auch Sagen und Legenden des Klassischen Altertums nacherzählt. Mein Lieblingsbuch ist und bleibt “Abendland”.

Meine 10 Cents: Eine bedrückend schöne Geschichte über ein Mädchen (Yizra) ohne Eltern, ohne Heimat und ohne Schutz, dass versucht in einem fremden Land mit fremder Sprache zu überleben. An ihrer Seite sind am Anfang zwei Jungen.
Köhlmeier schafft es immer wieder mit wenigen Worten den Leser zu fesseln und er kann es auch auf wenigen Seiten eine Geschichte zu erzählen. Yizras Sicht, aus der geschrieben ist, konnte mir teilweise einen Kloß im Hals produzieren. Ein Buch, was in die heutige Zeit passt, wo viele Kinder auf der Flucht schutzsuchend in fremden Ländern, versuchen zu überleben.Mehr kann man nicht mehr über das Buch schreiben… vielleicht noch, dass die Sprache mit einfachen, kurzen Sätzen auskommt, bei der kaum Adjektive, Attribute und Verschnörkelungen in den Bildern gebraucht werden. Das war anfangs tatsächlich ungewohnt für mich (bei dem mir bekannten Schreibstil von Hr. Köhlmeier), aber es machte mehr als Sinn, da es die Sicht des Mädchens war.

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