Wie werde ich Herrin im Buchchaos?

Ehm, natürlich gar nicht.

Vielleicht zur einführenden Erklärung. Ich wohne die meiste Zeit in der Wohnung meines Freundes. Meine Wohnung ist eher das Buchlager. Also ich habe dort auch schon übernachtet und ich putze da regelmäßig, aber meistens bin ich bei meinem Mr T. Und dort befinden sich auch Horden an Buchstapeln … gelesener und ungelesener Bücher.

Heute war es mal wieder so weit, dass ich an meinem 1. Tag nach Krankheitsausfall mich auf die Straße längere Zeit traute. Und ich schleppte mit zwei Koffern die Bücher in meine Wohnung. 10 Minuten Fußweg von der Wohnung meines Freundes entfernt.

Der Tisch im Wohnzimmer sah vorher leer aus.

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Nach dem Leeren des Koffers 1 (links) und nach dem Leeren des Koffers 2 (rechts) war der Tisch rammelvoll.

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Ich hatte nicht wirklich viel Platz in meinen Bücherregalen …  und ich war schon echt leicht am Verzweifeln beim Hin- und Herrücken der Bücher. Tatsache ist, dass ich aufgrund der Menge von Graphic Novels mittlerweile 4 Regalteile nur  für Graphic Novels bereithalte.

Die Graphic Novels aus den zwei Koffern, waren diese hier (nachfolgend):

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Gerard Way “Umbrella Academy” Vol 1 + 2
Kazuto Tatsuta “Reaktor 1F” Vol 2
Mari Yamazaki “PIL”Sydney Padua “The thrilling adventures of Lovelace and Babbage”
Igort “Berichte aus Japan”
Cameron Stewart “Sin Titulo”
Terry Moore “Echo”
Alan Moore “V wie Vendetta”
Alan Moore “Providence” Vol 1 + 2
Neil Gaiman “How to talk to girls at Parties”
Ville Tietäväinen “Unsichtbare Hände”

Der Stapel der Hardcover war nicht minder klein gewesen.
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Alan Johnson “Nirvana”
Inger Maria Mahlke “Wie ihr wollt”
Hannes Lamp “Fallada unter Wölfen”Boris Friedewald “Maria Sybilla Merians Reise zu den Schmetterlingen”
Kazuo Ishiguro “Der begrabene Riese”
Abbas Khider “Ohrfeige”
Sebastian Brant “Das Narrenschiff”
Neil Gaiman “Neverwhere”
Dave Eggers “Eure Väter wo sind sie? Und die Propheten lebens sie ewig?”
Isabel Bogdan “Der Pfau”

Und dann noch der Stapel an Taschenbüchern.

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Tim Krohn “Aus dem Leben einer Matratze bester Machart”
Paul Auster “Winterjournal”
Joseph Roth “Hiob”
Italo Calvino “Wenn ein Reisender in der Winternacht”
Heinrich Steinfest “Das himmlische Kind”
Dirk Bernemann “Satt. Sauber. Sicher”Friedrich Dürrenmatt “Das Versprechen”
Thomas Meyer “Rechnung über meine Dukaten”
Sun-Mi Hwang “Der Hund, der zu träumen wagte”
Philipp Kerr “Die Hand Gottes”
Wilhelm Genazino “Aus der Ferne / Auf der Kippe”

 

Nachdem ich die Bücher dann irgendwie in den Regalen verteilt hatte, war ich erschöpft und auch ein bisschen glücklich. Die Bücher lagen weder bei meinem Freund noch rum, geschweigedenn in meiner Butze. Demnächst werde ich ein paar Bücher aussortieren, die ich mit Sicherheit nicht mehr anrühren mag und die werden dann hier evtl. an die Frau / den Mann gebracht.

Der eigentliche Grund in meine Butze zu gehen, war allerdings, mein Handy zu finden, welches ich ganz clever verbuddelt habe. Ich weiß nicht mehr, wo ich noch suchen soll…

Dobelli fragt: Fragen an das Leben #2

Nun schon zum zweiten Mal … eine Frage aus Rolf Dobellis Fragen an das Leben … von mir ganz persönlich beantwortet.

“Gibt es Reiche, die sie nur deshalb interessieren, weil sie reich sind?” (Rolf Dobelli)

Natürlich, klar, es wäre vermessen zu behaupten, dass es solche Menschen nicht gibt. Jedoch ist bei mir das “reichsein” nicht an Geld gekoppelt. Reich sein … heißt für mich, reich an Erfahrung, Intellekt, Weitsicht und Kompetenz.

Früher mochte ich Menschen, die reich an Empathie sind. Ich konnte nie genug davon haben und ich war nie genug an solchen Menschen interessiert, bis ich feststellte, dass zuviel Empathie Menschen auch etwas verrückt und unausstehlich machen kann. Beispielsweise muss ich in meinem Job verdammt viel Empathie aufbringen. Empathie gegenüber meinen Kunden und deren Angehörigen, sowie zu den Mitarbeitern. Sobald ich meinen Arbeitsplatz verlassen habe, schalte ich um und versuche ich mich davon abzugrenzen und merke es, dass ich nicht empathiefrei werde, aber deutlich unterkühlter und abwartender. Ich “verstecke” mich dann in die Beobachterrolle und lasse nur so viel Empathie walten, wie nötig ist. Das ist sehr schön in meinem Falle, da ich nach soviel Menschenkontakt dank Arbeit sowieso viel lieber mich mit mir selbst beschäftige.

Also “Reiche” im Sinne von Materiellem Reichtum, … da interessieren mich immer und total die Literatur-/Buchreichen Menschen. Der erste Blick in eine fremde Wohnung geht zuerst ins Buchregal. Ich taxiere den Buchgeschmack, sowie die Regalordnung. Damit könnte ich mich stundenlang befassen. Ich bin definitiv Buchreich. Mein Freund ist reich an Knöpfen, Stoffen und Spitzenborten … denn er schneidert in seiner Freizeit … aber er hat auch eine imposante Sammlung an Bildbänden über Mode des 18. und 19. Jahrhunderts.

Und welche Form von Reichtum macht Dich neugierig?! …

Dobelli fragt: Fragen an das Leben #1

Moin moin,

ich habe dieses tolle Buch von Rolf Dobelli mit seinen Fragen an das Leben mir erstanden und wollte Euch in loser Regelmäßigkeit jeweils eine Frage seines Katalogs beantworten.
Das Buch ist beim Diogenes Verlag erschienen und enthält tiefgründige ausufernd beantwortbare Fragen. Wer diese von mir beantworteten Fragen dann zusammenfasst, wird mich ordentlich kennenlernen.

Die heutige Frage lautet:

“Schildern Sie den perfekten Tag. Welche Luxusbrands kommen darin vor?” (Rolf Dobelli)

Mein perfekter Tag ist ein Tag mit viel Entspannung, Musik und Literatur und gutem Essen. Mein größter Luxus ist Zeit und Muse für mich selbst. Das heißt spazieren gehen mit möglichst wenig Schmerzen, gut essen gehen (möglichst reichlich und viel), oft schreiben / zeichnen mit schönem Papier und möglichst schönen Stiften, Musik hören (möglichst laut, schwer wie blei und voll mit Pathos), sowie Büchern (in sämtlicher Coleur). Ich bin kein Luxusschwein, aber ich mag total den nachlassenden Schmerz nach genügend viel Ingwer und Kardamom Wickeln. Das sind Luxusprodukte! Ich liebe es mit Stiften von Faber-Castell zu schreiben. Ich besitze so gut wie nur Stifte aus diesem Haus. Es ist eine gewisse Sucht bei mir diesbezüglich feststellbar und diese Stifte sind purer Luxus. Laute, schwere und pathetisch anmutende Musik ist für mich das Beste, was es gibt. Unter dem “Branding” Doommetal ist dabei alles vereint. Es ist zum Heulen schön. Ach ja, ich vergaß … das Essen. Ich liebe das Tim Mälzers “Bullerei -Deli“. Da gibt es reichlich und viel und für faires Geld. Ebenso bei meinem Italiener des Vertrauens und dem besten Inder der Stadt. Gut essen gehen ist Luxus pur, aber auch essentiell für mich. Bezüglich Büchern muss ich sagen, dass allein das Buch schon ein Luxusartikel ist. Da ich gern vielschichtig und breitgefächert konsumiere, kann ich keinen Verlag aufsagen. Aber meinen Luxus, den ich mir gönne, ist es, den Neil Gaiman Schrein jeden Monat aufs Neue zu erweitern.

Und wie sieht Euer perfekter Tag aus? Welche “Luxusbrands” kommen dabei bei Euch vor?!

 

Das Lächeln von Angkor … [Kambodscha]

Moin moin, mich gibt es noch, nur bin ich zur Zeit echt unglaublich mit Arbeit zugepackt und kann mich auf Blogsachen nur wenig einlassen und konzentrieren.

Letztens habe ich aber einen echten Schatz gehoben. Mein Freund und Lebenspartner hatte in Kambodscha sich nach alten Büchern mit historischen Aufnahmen von Angkor umgeschaut und nichts gefunden. Ich habe mich stattdessen dann von Deutschland aus auf die Suche gemacht. Ich habe tatsächlich dann auch einen Bildband gefunden mit Hilfe von dem Online Antiquariats Versand ZVAB dem zentralen Verzeichnis antiquarischer Bücher. Diese Plattform ist der absolute Traum für Menschen wie mich, die dann ab und zu doch sehr spezielle Dinge suchen.

“Das Lächeln von Angkor” geschrieben von Miloslav Krása und mit Fotografien von Ján Cifra in einer deutschen Übersetzung aus dem Tschechischen aus dem Jahr 1963 ist unfassbar schön.

Mein Freund war hin und weg von dem Bildband und mir liefen teilweise Tränen über das Gesicht, weil der Krieg und Kunsträuber so viel kaputt gemacht haben.

Also falls ihr auch mal nach was Besonderem suchen solltet, ZVAB ist der Ort der Wahl.
Für das Buch, welches in einem Antiquariat in Aachen sich befand, bezahlte ich 25 Euro in gutem Zustand. Der Schutzumschlag war etwas eingerissen und die Lieferung war innerhalb 4 Tage bei mir.

Der letzte Freitag war böse …

… nachdem ich bei meinem Hausarzt vor verschlossener Tür stand und ich unverrichteter Dinge nach Hause mich schleppen musste, kam ich an Buchläden vorbei … und ich war sooo frustriert, sodass ich einkaufte. Es war ein echter Frustkauf, aber dafür ein schöner.

1 Deborah Feldman “Unorthodox” … ich dachte, ich hatte das Buch schon … aber nein, ich hatte es nur geträumt, deswegen habe ich es jetzt gekauft. Ich hoffe es bald lesen zu können.

2 Hans Fallada “Kleiner Mann was nun?” … in der vollständigen Ausgabe. Ich habe die verstümmelte Ausgabe in Schulzeiten lesen dürfen. Ich freue mich sehr drauf.

3 Terry Moore “The Complete ECHO” … diese Graphic Novel / Comicsaga lese ich gerade und ich finde es echt spannend und packend und umwerfend schön illustriert.

4 Neil Gaiman “How to talk to girls at parties” … dieses Buch hatte ich noch im Juli zu Ende gelesen und im Lesemonat erwähnt und für gut befunden.

5 Alan Moore “Providence Vol 2” … geistig umnachtet kaufte ich Teil 2 … Teil 1 habe ich aber im anderen Laden sofort bestellt und kauf ich dann in dieser Woche. Ich bin auf den Geschmack von Alan Moore gekommen.

6 Gerard Way “The Umbrella Academy Vol 1” … eine Graphic Novel, die ich auch schon im Juli gelesen habe, die den Will Eisner Preis gewonnen hat. Dies zog als Argument für den Kauf.

Und dann kaufte ich noch dieses tolle Notebook von Paper Blanks, wofür ich das allerdings benutze, weiß ich noch nicht.