The Garden [Fumio Obata]

Über das Buch: Wir begegnen Joanna, die vor 6 Monaten in ihrem Job in der Finanzwirtschaft einen Burnout erlitt. Ihre Krankheit gekennzeichnet durch Müdigkeit, Antriebslosigkeit, keinem sinnvollen Ziel finden und Desinteresse fällt ihr schwer. Sie kann nichts Gutes an ihrer eigenen Situation finden, denn sie weiß, dass sie ihren Job gut machte. Sie ist an ihren eigenen hohen Ansprüchen gescheitert und daran kaputt gegangen. Ihre Schwester bringt sie dazu sich auf Dinge zu konzentrieren, die Joanna aus dem tiefen Loch und dem ständig über ihre Arbeit und ihr Tun nachzudenken, Ablenkung geben kann. Hinter dem Haus von Joanna ist eine freie ungepflegte Fläche und darum könne sie sich doch mal kümmern. Eigentlich wollte aber Joanna lieber in der “kranken” Zeit sich um Online Trades kümmern. Mit Hilfe ihrer Schwester schafft es aber Joanna sich auf das Großprojekt Garten zu besinnen. Sie fand schon immer japanische Gärten schön. Joanna schlief eine Nacht über den Gedanken und dann erzählte sie ihrer Schwester, dass sie sich für einen Workshop in Kyoto angemeldet hat, für japanische Gartenkunst und das Flugticket auch gebucht wurde. Das Buch ist ein Selbstfindungstrip. Es ist die Suche nach dem Inneren Halt, nach dem “ausgelutschten Begriff” der Achtsamkeit und es geht um das wortwörtlich Begreiflich Machen eines Gartens, sowie um Freundschaft, Natur, Inspiration und seelischer Gesundheit.

Über die Autoren:
Fumio Obata ist Illustrator und Animateur und inspiriert von japanisch europäischer Ästhetik. Illustrationen gab es bei einem weiteren Buch “Just so Happens” von Jonathan. Cape (2014)
Sean Michael Wilson ist der Texter des Buches. Er lebt in Schottland und Japan. Seine Themen sind Geschichte, Biografien und Sozialkritisches.

Meine 10 Cents:
Ich habe jahrelang in meiner Wohnung bis auf den wöchentlichen “einmal quer über die Wiese gelatscht” Blumenstrauß keine weiteren Grünpflanzen gehabt. Mit der Covid 19 Zeit sind bei mir Bananen eingezogen, die wachsen und gedeihen, wie nichts Blödes. Es kommen mit Sicherheit noch mehr Pflanzen dazu. Die tun wirklich gut. Ich persönlich kann mit dem Achtsamkeitshype nichts anfangen. Ich weiß noch, dass ich 2018 einmal für 2 Wochen krank geschrieben wurde von meiner Fachärztin mit den Worten “wenn sie so weiter machen, dann brennen sie aus”. Ich bekam dann zwei Achtsamkeitsratgeber angepriesen. Das eine habe ich durchgelesen und fand es richtig mies. Das zweite flog im weiten Bogen wieder aus meiner Wohnung. Ich kann damit nichts anfangen. Hätte ich dieses Buch zur Stelle gehabt, hätte es mir mehr geholfen, denn den Fokus zu legen auf Dinge, die einem gut tun und nichts persönlich zu bewerten, sondern einfach mal Tatsachen, Tatsachen bleiben zu lassen, fällt uns allen schwer, aber mit dem Buch wird man darauf unmissverständlich darauf gestoßen und man reflektiert sich selbst. Ganz unterschwellig, aber direkt. Dazu sind die Illustrationen von Fumio Obata wunderschön.

Das Buch ist bei Liminial 11 im Jahr 2020 erschienen (ISBN: 9781912634163). Das Buch habe ich bei okcomics gekauft. Unterstützt #indiebooks #indiebookstores

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