Montagsauslese 2/2020

Die letzte Woche war musiklastiger als die Vorige. Ich habe viel Metal gelauscht … zum Einen die Rereleases von Moonspell mit Anno Satanae und Sin Pecado. Zum Anderen die neue Sylvaine EP, die neue Then Comes Silence Single + I AM THE SHADOW Single, der Rotting Christ Backkatalog, den ich über Season of Mist bekommen konnte UND dann noch die zwei Erstlinge von Esben & the Witch, die mir noch fehlten. Und dann kam noch das Carepaket aus Jersey an von October Burns Black. Es ist alles großartige Musik und ich liebe alle erwähnten Bands und Künstler.

Highlight, aber definitiv war das Lauschen von Krysztof Urbanskis Einspielung der Schostakowitsch Sinfonie Nr 5 gewesen. Bei dieser Musik geht mir das Herz auf. Das ist Drama pur. Das ist – keine Ahnung – Symphonic Metal. Für mich ist es die perfekte Musik zur Entspannung, weil ich mich so sehr beim Lauschen auf alle Ebenen der Musik konzentrieren muss, dass ich Alltag, Arbeit, Schmerzen vergessen kann.

Gelesen habe ich auch ein paar Bücher:

Buch Nr 9: MICHEL FABER “Hundertneunundneunzig Stufen”Ich habe das Buch anno dazumal … ich glaub 2014 im Herbst in Whitby in der englischen Variante gekauft und angefangen zu lesen, aber es hatte mich damals gar nicht so richtig gepackt. Jetzt auf Deutsch flutschte es.
Ja, es hat Züge von moderner Schauerliteratur, aber andererseits auch wieder nicht.
Wir begegnen einer Archäologin, die Albträume seit ihrem Unfall in Bosnien hat (wo sie ihren damaligen Freund – einem Journalisten begleitete … zu Kriegszeiten, sie verlor in einem Unfall ein Bein und er wurde von Heckenschützen umgebracht …. irgendwie ist mir der Plotfakt zu platt – egal). In Whitby werden die Albträume aber anders als sie vorher waren. Um zu ihrer Arbeit zu kommen, der Grabungsstätte bei der Abbey St. Hilda, muss sie die 199 Stufen zum Berg hinauf und da lernt sie Magnus mit seinem Hund kennen. Magnus ist nur kurz in Whitby, er kümmert sich um den Nachlass seines Vaters und seine Abschlussarbeit für die Uni. Im Nachlass findet er eine Flasche mit einer Papierrolle … datiert auf 1788. Sian, so der Name der Protagonistin, hilft Magnus dies zu entschlüsseln… Es geht um Glauben, Umgang mit Toten/Gestorbenen, Trauer, Friedhofskultur, Respekt und Urängsten. Das Buch tat nicht weh, aber da ich in Whitby nicht nur einmal war, war es schon recht witzig gedanklich da langzulaufen UND NEIN, das indische Restaurant am Bahnhof ist nicht toll. Es ist gruselig. Schlechter Service und es gibt Mangolassi mit Eiswürfeln drin. Unter anderem.

Buch Nr 10: ANIKA DECKER “Wir von der anderen Seite” – Ich musste dieses Buch abbrechen. So leid es mir tat. Es war ein Geburtstagsgeschenk, aber meine Schwester hat gesagt, sie möchte nicht. dass sich meine Nägel aufrollen!
Der Humor ist gar nicht meiner und überhaupt … ich mag keine Krankenhaus / jemand wird gesund gepflegt (in dem Fall die Protagonistin) Story. Ich habe Feierabend.

Nich beendet, aber fleißig am Lesen ist immer noch mein Kurzgeschichtenband “Über den Feldern” mit Geschichten über den 1. Weltkrieg. Dazu gleich die Frage: Sollte ich mir 1917 im Kino anschauen? Ich bin ja kein Kinogänger. Außerdem lese ich ganz beherzt in der Biografie über Moonspell.

Es kommen in der kommenden Woche noch mehr neue Bücher hinzu und ich werde endlich wieder Live Musik mir anschauen. Am Donnerstag freu ich mich auf das THE FOREIGN RESORT Konzert (mit dem Support Golden Apes) und am Samstag gehe ich mit Mr T in die Staatsoper für das Hamburg Ballett und den “Bernstein Dances”. Wir beide haben schon so lange kein Ballett mehr gesehen. Also habe ich es Mr T zu Weihnachten geschenkt. Ich freue mich richtig darauf.

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Gekauft bzw. frisch in meiner Bibliothek habe ich:
Neu 5: MICHEL FABER “Hundertneunundneunzig Stufen” (für 1 Euro im modernen Antiquariat)
Neu 6: CRAIG DYER “The Devil in me & in all the rest” (für 10 Euro direkt bei The Underground Youth gekauft)
Neu 7: AL BERTO “Salz” Lyrik
Neu 8: AL BERTO  “Garten der Flammen” Lyrik
Neu 9: AL BERTO “Mondwechsel” Bertos einziger veröffentlichter Roman.
Nebenher erfuhr ich, dass Portugal in diesem Jahr Schwerpunktthema auf der Leipziger Buchmesse ist und ich wundere mich noch, warum so viele Portugiesen plötzlich übersetzt auf dem Deutschen Buchmarkt zu finden sind. Wenn Dein eigenes Interesse Dich mit einem Trend überholt.

 

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