Im Zeichen des Virus’ – #WGT2017 Rückblick – Teil 4

Tag 4 … der 4. Juni war der Tag, an dem Mr T und ich richtig platt waren. So richtig richtig platt. Wir schafften es uns gegen 14 Uhr in die Moritzbastei zu begeben, um uns mit meiner Ma zu treffen. Ich versuchte etwas zu essen, denn ich musste etwas essen. Ich war voller Schmerzen und Mr T war bereits in der Moritzbastei so fix und fertig, dass er den puren kalten Schweiß auf dem Gesicht hatte. Selbst Ma sah ein, dass wir lieber wieder zurück ins Bett gehen sollten. Das taten wir auch. Mit einem größeren Umweg am Ring entlang zum Bahnhof, wo wir Wasser kauften. Zwischendurch saßen wir bestimmt 20 Minuten auf den Stufen der Oper, um Luft zu schnappen. Wir trafen im Bahnhof Freunde aus Hamburg und nach dem Erwerb von Wasser krochen wir bis 18 Uhr zurück ins Bett und blätterten unsere müden Körper halbwegs ausgehfein zurecht, um Soft Kill und Alcest in der Kuppelhalle des Volkspalastes sehen zu können.

Soft Kill aus den USA wollte ich eigentlich schon in Hamburg ein paar Tage zuvor sehen, aber dafür war ich an dem Tourtag zu platt. Ich hoffte, dass sie so toll waren, wie die Vorschusslorbeeren. Ich wurde nicht enttäuscht.

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Soft Kill @ Kuppelhalle im Volkspalast am 4. Juni 2017

Faszinierend an der Show fand ich, dass Bassist und Sänger die Saiteninstrumente zwischendurch rückstandslos und mit pursten Selbstverständnis tauschten und jeweils die eigenen Effekte benutzten. Das hat mich aus den Socken gehauen. Den Gesang fand ich toll. Die Musik langweilte zu keiner Sekunde und ich habe mich sehr gefreut über diese Entdeckung.

IMG_8154Danach hätte ich Desperate Journalist in der Kantine des Volkspalastes sehen können, aber ich hatte sie so toll in Hamburg gesehen und wollte meine Erinnerung daran nicht versauen. Ich genoss es in der Umbaupause für Alcest Luft schnappen zu können und etwas herum zu hängen. Schön war auch, dass Mr T und ich noch Katherine von Sylvaine noch trafen und wir mit ihr palare machten über die norwegische und französischen Gothszene. Das war für beide Seiten erfrischend und die Dame war auch sehr erfreut über das positive Feedback zur Show vom Vortage im Alten Landratsamt.

Auf Alcest hatte ich mich seit der Ankündigung für das WGT gefreut. Ich liebe diese Jungs. Ich liebe vor allem das letzte Werk Kodama sehr. Es ist ein unglaublich vielschichtiges Album, mit sehr intelligenten anspruchsvollem Schlagwerk. Die Gitarrenwand ist fett und Neiges Gesang ist zum Niederknien. Und die Jungs anschauen mag ich auch sehr sehr gern. Ich glaube das unschlagbare Highlight bei diesem Konzert war der Chor des Publikums zum ersten Song des Abends “Kodama” und die ebenso uneingeschränkte Liebe des Publikums, die auf die Bühne schwappte und zurück kam. Die Jungs hatten ein Dauergrinsen im Gesicht, was nicht mehr weg gehen wollte.

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Alcest @ Kuppelhalle im Volkspalast am 4. Juni 2017

Auch wenn Mr T und ich nicht fit waren, aber die beiden Bands, die wir an diesem Tag gesehen hatten, haben sich mehr als gelohnt und sie waren für uns beide Highlights des WGTs. Es war ein rundum gelungener 3. Festivaltag gewesen.

weitere Teile des WGT Rückblicks 1 2 3 ... 5

 

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2 thoughts on “Im Zeichen des Virus’ – #WGT2017 Rückblick – Teil 4

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