25 Jahre Schwarzes Familienfest #2 – [Wave Gotik Treffen]

Teil 2 meines Rückblicks auf das Wave Gotik Treffens kommt jetzt. Ich habe es geschafft. Finally. Ich bin ganz gut nach dem Samstagabend am Morgen aus dem Bett gekommen. Mr T dagegen drehte sich im Bett um und sagte: “Wecke mich um 13 Uhr.” Okay, sagte ich mir und begann meinen Sonntag allein …

Sonntag 15.05.2016

Abgesehen davon, dass das Hotelpersonal besorgt um das Befinden von Mr T war (weil er nicht beim Frühstück auftauchte), wurde er auch von Freunden mal mehr oder weniger bemitleidet. 😉 Ich habe mich mit Freundin Isabella im Café getroffen und bei einem Käffchen und Tee gelesen. Gegen 12:30 Uhr zogen wir mit unseren Büchern um in die Mephistobar. Dort war es einfacher für Mr T uns zu finden. Er fand uns auch dort. Wir gingen nochmal essen in Auerbachs Keller, dann gesellte sich auch noch unser australischer Freund Don dazu, aber Mr T ging es immer noch nicht gut. Er ging nach dem Essen zurück ins Bett ins Hotel und er versprach zum Konzert von I LIKE TRAINS wieder da zu sein.

DSCN0526.JPG
Ich zog also ohne Mr T und auch ohne Freundin alleine los in die Kuppelhalle des Volkspalastes im alten Messegelände. Dort traf ich auch gleich Freunde von mir, sodass ich die erste Band des Abends kaum richtig “miterlebte”. Das waren Winter Severity Index. Ich liebe deren Musik. Sie ist sehr sphärisch und sowas liebe ich ja. Die Band kommt aus Italien und ich habe sie in Leipzig bereits zum Zweiten Mal live erleben können. Die Kuppelhalle war pickepacke voll und der Sound war großartig. Der Merchandise Stand wurde nach dem Konzert leer gekauft und das zurecht.

Winter Severity Index Facebook Bandcamp

Nach Winter Severity Index stattete ich mich mit Getränken aus und suchte mir ein schönes Plätzchen, um die nächsten Bands von nah anzuschauen.

DSCN0533The Blue Angel Lounge
… hatten bereits vor 3 Jahren mich schon entzückt damals im Alten Landratsamt beim WGT. Damals standen aber total viele Menschen noch auf der Bühne. Dieses mal waren es nur drei Männer. Diese waren aber nicht minder umwerfend gewesen. Schade nur, dass ich das Konzert allein angeschaut hatte, da Mr T noch nicht fähig dazu war, so früh in die Kuppelhalle zu kommen.

The Blue Angel Lounge Homepage

DSCN0539Danach war eine für mich gefühlte ewige Umbaupause, die möglicherweise gar nicht so lang war. Da stand eine schwedische Dame auf dem Programm Anna von Hauswolff. Ich fand diese Frau zugegebener Maßen auf Dauer etwas anstrengend. Es drängte sich vor allem kein Livealbumkauf auf. Da bin ich dann doch etwas eigen. Ein Liveerlebnis war es jedoch allemal gewesen.

Anna von Hauswolff Homepage

Nach dieser extrem anspruchsvollen Musik (anspruchsvoll, im Sinne von das ist keine leichte Hausmannskost, ging es weiter auf dieser Bühne des Volkspalastes mit I LIKE TRAINS aus Leeds, meiner mittlerweile zur Haus- und Hofkapelle aufgestiegenen Boygroup. (und ja, hier mach ich das Bild groß … )

DSCN0545.JPGIch hatte mich bereits schon vor dem WGT voll darüber gefreut, dass die Jungs ihren Auftritt nach fast zweijähriger Bühnenpause angekündigt hatten für Leipzig. Selbst Mr T wollte die Jungs unbedingt sehen. Dafür schälte er sich malade aus dem Bett. Er brachte mir ein Glas Wasser in die erste Reihe und hielt mir den Rücken frei für mein freudiges “Abspacken” zur Musik mit amtlicher Gitarrenwand. Es gab auch zwei besonders schön miserable neue Songs zu hören, die definitiv mehr Vorfreude auf Mehr machten. I LIKE TRAINS lohnen sich. Die Herren wissen, wie man mit ihren Instrumenten umgeht und machen keinen Bohei um Aussehen, extra Auftrittskünsten. Diese Jungs arbeiten einfach. Das macht mächtig Spaß. Der Rausschmeißer mit Spencer Perceval hätte noch eine weitere viertel Stunde länger gehen können. Die Dame war nach dem Konzert erhitzt, entzückt und war sehr glücklich immerhin noch mit David und Alistair ein paar Worte gewechselt zu haben. Leider kann ich aber nicht zur Dokumentarfilmpremiere nach London von “A Divorce before Marriage” nächsten Monat am 25.Juni, denn ich darf ja leider arbeiten und mein Wunschwochenende habe ich schon mit einem anderen wichtigen Termin “verschossen”. So warte ich dafür schön auf meine DVD, die ich bei Kickstarter anno dazumal gepledged hatte.

I LIKE TRAINS Homepage

IMG_5961Nach dem unglaublich emotionalen Musikabend für mich, sind Mr T und ich dann auch noch mit kurzem Stopp im Hotel zum Tanzen ins Täubchental zur When we were Young Party, um noch mal unsere Freunde aus Australien zu treffen und vor allem Shaz einmal als DJane zu erleben. Es war eine vergnügliche Stunde in der Location, aber Mr T und ich waren beide tot. Ich war kaputt nach 7 Stunden stehen im Volkspalast. When we were young war richtig gut, aber für Mr T und mich zu voll. Die Getränke im Täubchental sind auch nicht so die Wucht. Aber wir beide Mr T und ich wussten, wo wir noch etwas bekommen konnten … in der Hotelbar.Das war echte Lebensqualität bis 2 Uhr morgens noch was im Hotel zu bekommen.

Montag 16.05.2016

IMG_5966.JPGWir haben erstaunlich gut geschlafen. Vor dem Fenster tobte bereits der Bär. Es wurde nämlich der Aufstieg des örtlichen Fußballvereins gefeiert. Mr T und ich sind dann wenigstens einmal zur Agra Halle gefahren. da haben wir einmal quer durch die Markthalle gechaut und fanden für mich einen eigenen Dreispitz. Den ich dann auch sofort auch als Regenschutz mit Stil erfolgreich benutzte. Ein letztes Mal essen in Auerbachs Keller fand ebenso statt, zusammen mit meiner Ma. Auerbachs Keller war verhältnismäßig leer am Montag gewesen und Mr T und ich haben nach dem letzten Besuch auch gemeinsam beschlossen, nicht mehr deutsche Küche zu essen für die nächsten paar Wochen … mindestens bis Anfang Juni, wenn ich bei Freunden in Kiel zur jährlichen Spargelsause fahre. Montag war ein chilliger Tag.

IMG_5968Wir hatten keine großen spektakulären Sachen mehr geplant außer dem Besuch im Alten Landratsamt (wo wir so lange bleiben wollten, wie uns die Füße und die stickige Luft es zuließen). Dort standen mehrere Bands auf dem Plan, wobei ich nur die Letzte des Abends nicht mehr sah (Pink Turns Blue)

 

Christine plays Viola
diese Band kannte ich bisher nur von CD. Mr T hört sie sehr gern. Ich mag die Stimme des Sängers und alle Lieder grooven schön voran. Das mag ich. Richtig schönes Oldschoolgeschrummel. Ja, es wird nicht wirklich objektiv vom Liveauftritt berichtet. Ich habe mir jedenfalls ein Album nun auch für mich gekauft, weil ich es echt live mochte. Und ich schön viel rumgezappelt habe.

Christine plays Viola Bandcamp Facebook

Die nächste Kapelle, die kam waren Lament … die fanden Mr T und ich nicht so bolle, weil wir irgendwie entweder den Sound im Alten Landratsamt zu matschig fanden und oder die Stimme des Sängers etwas zu quakig. Keine Ahnung. Mr T und ich beschlossen jedenfalls der Band 3 Lieder zu geben, um besser für unseren Geschmack zu werden, konnten aber nicht gewinnen. Stattdessen sind wir zum Hotel zurück gelaufen und haben bereits unser Gepäck angefangen zu packen. Das war wie sich später herausstellte eine sehr weise Entscheidung. Denn wir haben eine Stunde gebraucht um eine gewisse Ordnung im Hotelzimmer zu bringen. Ich stellte unter anderem fest. In Leipzig waren 5 Paar Schuhe von mir, wobei ich aufgrund von Fußschmerzen galore nur ein Paar tragen konnte. Dieses war dafür sehr gut. Ich probierte dann noch an der Hotelbar die Lachstoasts. Die waren lecker und sehr ausreichend. IMG_5975.JPG

Dann kamen wir zurück in das Alte Landratsamt und konnten noch bestimmt die Hälfte des Sets von The Mary Onettes anschauen. Einer schwedischen Gitarrenkapelle. Ich war echt angetan von den Jungs, aber leider gab es keinen Merchandisestand mehr von denen. Leider. Denn von dieser Band hätte ich mir gern noch was gekauft. Dann muss ich es eben im Juni machen. Diesen Monat kaufe ich keine CD mehr. (und auch kein Buch). Definitiv.

The Mary Onettes Homepage

IMG_5979And also the trees … waren mein Montagshighlight.Ich hatte And also the trees in Hamburg verpasst. Es war nicht so, dass ich nicht hätte hingehen können oder dass ich keine Karte gehabt hätte. Nein, ich hatte es einfach verpennt. Ich hatte damals nach dem Frühdienst mich hingelegt zur “Mittagsruhe” und habe dann den Notfallwecker überhört. Whatever. Ich habe beim WGT And also the trees nicht mehr verpasst. Aber das nur ganz nebenbei. And also the trees klangen in der Mitte des Raumes mehr als matschig, deswegen sind Mr T und ich schnell an den Rand gegangen. Da war auch der Weg zur Bar mit dem schlechten Service nicht so weit entfernt, aber wir wollten sowieso nur noch Wasser trinken. Das Alte Landratsamt war total aufgeheizt und stickig. Es drängten immer mehr Menschen in die Halle. Es war auch zugegebener Maßen die einzige Location, wo noch Oldschoolsachen an dem Abend liefen. Entweder man war im Alten Landratsamt oder man war bereits nach Hause gefahren. Das Konzert war super. Wir sahen es von links zweite Reihe und ich habe es still und heimlich beweint, dass ich mein Konzert in Hamburg verpennt hatte. Aber jetzt war ich sehr glücklich, die Show in Leipzig gesehen zu haben. Diese Bands erzählt Geschichten. Sie sind Filmsoundtrackschreiber, sagte Mr T. Ich dachte nur: “Och ist das schön … nicht aufhören. Bitte jetzt noch nicht.”

And also the trees Homepage

Nun nach And also the trees flüchteten wir aus dem Alten Landratsamt. Die Luft darin war so schlecht, meine Füße brannten und ich wollte, wenn dann Pink Turns Blue genießen und nicht um Luft japsen. Auf dem Heimweg machten wir noch ein stimmungsvolles Foto von der wartenden Schlange vor der Location, die um Einlass bettelten, die aber wegen Überfüllung in das Alte Landratsamt nicht hineinkamen. Wir entschieden uns stattdessen zurück ins Hotel zu gehen, dem Barstaff nochmals die Aufwartung zu machen und “zeitig” vor Mitternacht ins Bett zu fallen. Der hege Wunsch am Dienstag früh vom Hof zu rollen war da gewesen, aber die Räder rollten erst 10:40 Uhr in Richtung Hamburg los. Und wir kamen erst 5 1/2 Stunden später an. Wir kommen aber definitiv im nächsten Jahr wieder und wir haben auch wieder im selben Hotel gebucht. Ein bisschen Luxus im Leben bei so einem “kulturanstrengenden” Wochenende sei uns gegönnt.

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