Aufräumen und meine Wenigkeit …

Moin moin,

nein, ich wollte auf meinem Blog niemals nie ein Buch besprechen, was ich so richtig doof fand. Aber dieses eine Mal muss ich es wirklich machen. Dieses Buch hat mich aggressiv gemacht. Und zwar hochgradig. Es geht um Marie Kondos “Magic Cleaning”.

Worum geht es: Frau Kondo stellt sich selbst vor. Sie ist “Aufräumspezialistin” und verdient damit Kohle. Sie hat eine Methode entwickelt, die als Non Plus Ultra im Buch beschrieben wird – die sogenannte “Kon Mari”- Methode. Damit sie noch mehr Kohle verdienen kann, hat sie auch noch ein Buch geschrieben und das wurde auch noch zum Bestseller. (Okay, das war ein bisschen böse zusammengefasst, aber ich bin kein Literaturkritiker, ich darf das.)

Aufräumen und meine Wenigkeit: Diese beiden Subjekte korrilieren nicht. Das ist ein Fakt. Ich bin ein Quartalsaufräumer. Ich hasse es aufzuräumen. Und ich bin ein Mensch, der es absolut widerlich findet, wenn er in einen “klinisch reinen Raum” kommt, in dem ein Mensch wohnt. Für mich muss ein Raum kleine Häufchenbildungen besitzen. Damit treffen sich ja genau die beiden besten Menschen Frau Kondo, bei der NICHTS herum liegen darf und meiner einer, die immer einen Stapel im Raum haben muss. Meine Philosophie von einem schönen mich glücklichen Wohnraum ist, dass er leben muss. Und leben heißt, der persönliche Touch des Bewohners muss sichtbar sein. Also Bücher, Zeitungen, Tücher, Bilder, ungenutzte Kerzenständer, etc. pp. Wenn man das “wegschließt” oder aufräumt, bräuchte ich es auch gar nicht erst besitzen. Das wäre vollkommen bescheuert für mein Empfinden.

Meine 10 Cents zum Buch: Frau Kondos Methode aufzuräumen ist in den Grundzügen schon ganz in Ordnung. Also Sachen aufzuräumen nach Kategorie und den Objekten einen bestimmten Ort in der Wohnung zuzuschreiben. Diese ständige Wiederholung über dem täglichen Ansprechen und Danken der Objekte UND dem bescheuerten Glücksgefühl beim Wegschmeißen hat mich aggressiv gemacht. Die kurze prägnante Meinung zum Buch, die ich nach wenig Seiten von mir gab, war: “Diese Frau hat eine Zwangsstörung.” Ich werde möglicher weise nach Kategorieren in Zukunft ausmisten, aber aufräumen nach ihrer Methode werde ich mit Sicherheit nicht. Dann bleib ich lieber ein schlampiges Weib. Ach ja, ich bin auf Arbeit sehr aufgeräumt. Nur zu Hause, wo ich lebe, lass ich es genüsslich schleifen. Ich empfehle das Buch nicht, es sei denn ihr wolltet schon immer mal aggressiv werden.

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3 thoughts on “Aufräumen und meine Wenigkeit …

  1. Ohne das Buch zu kennen, teile ich deinen Hass! Häufchenbildung habe ich auch, zuhause in Form von Büchern (meistens) und im Büro solange bis ich es abarbeite.

  2. Pingback: Alice, Kristina, Marie, Mariko und ein paar großartige Männer [Lesemonat November] | Kulturrausch und mehr

  3. Mich überkommt manchmal der unbedingte Wille aufzuräumen, erstreckt sich meist nur auf einen Raum. Aber wie du schon sagst, es muss nach Leben aussehen und nicht klinisch rein. Mein Schreibtisch auf der Arbeit dagegen muss aufgeräumt sein, da kann ich Unordnung nicht haben.

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