Das Beste … in Musik [2015 Rückblick]

Ja, ich kann, obwohl der November noch nicht mal rum ist, ganz knapp und einleuchtend aussagen, dass nur zwei Kapellen es geschafft haben, in diesem Jahr uneingeschränkt in meiner Heavy Rotation gewesen zu sein. Zum einen die absolut charmanten Portugiesen MOONSPELL und das britische Urgestein PARADISE LOST.

Es gibt nichts, was ich noch mehr gehört hätte als diese beiden Kapellen. NICHTS … ja vielleicht noch BRUCKNER Sinfonie Einspielungen mit Simone Young in Hamburg. Aber dann … lange Zeit nichts.

Moonspell Extinct - Nuclear Blast

MOONSPELL ist mit “Extinct” ein großer in einem Guss produzierter Wurf gelungen, den ich absolut und stets wärmstens empfehlen kann. Das Album ist alles andere als gefällig, es ist sehr vielschichtig im Text wie auch in seinen einzelnen Tonspuren. Es ist ein fettes Metallopus. Es klingt echt opulesk. MOONSPELL ist zudem eine großartige Liveband. Ich habe deren Konzert in Leipzig im Rahmen des Wave Gotik Treffens sehr genossen.

Ich war froh da gewesen zu sein. Fernando Ribeiro hat zudem ein Gedichtband namens “Purgatorial” in diesem Jahr veröffentlicht und ich habe eins der wenigen ersten der Erstauflage mit Autogramm im portugiesischem Original.

Paradise_Lost_-_The_Plague_WithinUnd PARADISE LOST ist mit “The Plague within”, dem aktuellen Studioalbum, welches ich eigentlich auch hier besprechen wollte und mir aber nur ein Satz dazu einfiel – SCHWER WIE BLEI, das Beste seit Jahren passiert. Nick Holmes und seine Jungens sind großartig. Rückblickend betrachtet musste ich auch feststellen, dass ich diese tolle Kapelle bereits 1996 live erleben konnte und damals war ich nur überrumpelt gewesen … ich hatte so was dunkles, ernstes zuvor nie gehört. Mittlerweile “wohne” ich ja in der dunklen, düsteren Ecke, weil diese zum Leben dazu gehört. Aber mit dem neuesten Album habe ich den kompletten Backkatalog von PARADISE LOST wieder aus der hintersten Ecke vorgekramt und ich höre kaum noch anderes.

Mein Lieblingslied ohnehin in diesem Jahr. “An eternity of lies” trifft ohne Umwege meine Resonanzfrequenz. Da wird mir beim Text, sowie der Musik ganz flau im Magen.

Gestern fingerte ich dann das neueste Scheibchen aus dem Briefkasten namens “Symphony for the Lost”. Eine Live Scheibe mit fetter Orchesterbegleitung. Und das ist so unfassbar schön … das erfüllt alle Merkmale der ICF – der Instant Cry Formula … es geht nichts über eine ordentliche Dosis Pathos, Bombast und Passion. Seufz – echtes Mädchenmetall eben. Bei dem Konzert mit Orchester fällt auf, dass die Mauerblümchen aus eher schwachen Alben nach “neuestem zufriedenen” Stand aufpoliert wurden und das Konzert mit all seinen Songs klingt so, als wären ALLE Songs von gerade heute. Es ist großartig. Es hat soviel Druck und die DVD ist unglaublich unfassbar schön gemixt. Hurray! Ein musikalisches Kleinod.

Mehr kann und will ich nicht zum Musikjahr 2015 sagen. Kann ich nicht und will ich nicht.

Welche Musik hat Euch in diesem Jahr umgehauen?! War irgendetwas in diesem Jahr prägend musikalisch gewesen?!

Ich vermisse nach wie vor Frau Simone Young in Hamburg und da kann der Herr Kent Nagano machen was er will. Ich vermisse die tolle Dame einfach nur.

Gab es noch Neuentdeckungen für mich?! Ja. The Red Paintings, Nu:n, The Stompcrash und Horror Vacui.

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