Wie lese ich einen fetten Buchkoloss? [kurz mal nachgedacht]

Moin moin,

ich weiß nicht, wie ich auf die großartige und verrückte Idee kam, gleichzeitig 3 fette Bücher lesen zu wollen. Zur Zeit lese ich (immernoch) den Herr der Ringe in der gebundenen Ausgabe in der Übersetzung von Margaret Carroux, nebenher auch noch Feridun Zaimoglus “Siebentürmeviertel” und weil ich nicht genug habe, noch das Sachbuch von Eric Kandel “Das Zeitalter der Erkenntnis”. Ich habe auch definitiv nicht vor noch ein viertes Buch mir dazu zu legen. Aber wie lese ich solche Kolosse?! Manche Leser weigern sich ja nahezu dicker als 500 Seiten Bücher zu besitzen. Das geht bei mir nicht. Ich entscheide bei der Buchkauf- und Buchlesewahl nicht nach Dicke, sondern nach Inhalt und wenn mir ein Buch nicht gefällt, breche ich auch ab. Da bin ich erbarmungslos.Die drei dicken Bücher, mit insgesamt 2799 Seiten werde ich keinesfalls abbrechen.

Und wie mache ich das nun?! Ich nehme auch Buchkolosse mit in den Bus. Da bin ich nicht so. Ich lese grundsätzlich überall. Am liebsten mag ich in “Abschnitten” zu lesen. Also den Herrn der Ringe beispielsweise lese ich Kapitelweise, weil die Kapitel lang genug sind. Es ist einfach nur sehr schade, wenn man sich in eine Geschichte, die man schon kennt und liebt, nicht fallen lassen kann. Mitten im Kapitel deswegen aufzuhören, wäre eine echt doofe Idee.

Eric Kandels Buch kann ich ebenso nur in Kapiteln lesen, aber da gehen durchaus 1-3 Kapitel am Stück. Zumal ich bei Sachbüchern immer total viele Post-Its und Notizen reinschreibe. Sachbücher lese ich grundsätzlich nur von Themen, die mich tendenziell im Berufsleben tangieren. Ich möchte noch nebenher was mitnehmen, was mir in Zukunft von Nutzen sein könnte. Deswegen fällt es mir auch leicht auch an irgendeiner Seite mal auf zuhören. Das schöne an dem Buch ist, dass es Illustrationen und Fotos gibt.

Feridun Zaimoglus “Siebentürmeviertel” habe ich anfangs auch kapitelweise gelesen, aber ich stellte fest, dass ich das hätte “konsequent” … jeden Tag eins … lesen müssen, aber das habe ich nicht gemacht. Als ich das Buch wieder in die Hand nahm, gelang mir der Einstieg ganz schlecht. Deswegen las ich 10 Kapitel am Stück. Den nächsten Tag ebenso. Jetzt geht es super. So werde ich es fortführen. Die Sprache von Zaimoglu ist schon recht trocken und teilweise hart. Aber wenn man erst mal drin ist und sich in Wolfs Situation und Welt hineinversetzen kann, dann sind die 10 Kapitel am Stück ein locker flockiges Spiel.

Der Trick beim Lesen an sich ist, dass man sich einfach nur Zeit fürs Lesen einplant. Bewusst lesen ist das Zauberwort. Bei mir sind das täglich 60 min. Wenn es mehr wird, dann habe ich nichts dagegen. Oftmals ist das mehr Lesen von mir auch nur ein Ausdruck von “andere Sachen der Todo Liste” wegschieben. Das kann ich total gut.

Und wie lest ihr fette Bücher? Setzt ihr Euch unter Druck oder ist es Euch ebenso egal wie mir, wie dick ein Buch ist?

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