Eugene und 6 Männer [Lesemonat Oktober]

Ich habe nicht wirklich viel gelesen und so richtig “entspannt” zum Lesen war ich auch nicht. Alles doof. Und was ich mit Entsetzen feststellen durfte … mein Hörbuch hab ich noch nicht verschickt. Ich Dösbaddel. Ich bin zu tot zur Zeit, um irgendwie meine Freizeit zu koordinieren. Zumeist schlafe ich oder bin kurz vorm Durchdrehen. Wenn dann solche Nächte, wie die letzte Hallowe’en Nacht (mit einem langen Spaziergang mit meinem Freund) in Hamburg St. Pauli (OHNE dass wir auf einer Party waren, sondern nur, indem wir Milieustudien durchführten) das ziemlich Erhebendste im Monat war, dann ist das krass.

Neben dem Lesen der 7 Bücher und dem Erreichen der 100 gelesenen Bücher im Jahr 2015, war ich auch noch im Oktober in der Kammeroper und schaute mir eine wunderschöne ereignisreiche Aufführung von Figaros Hochzeit an und ich war beim Paradise Lost Konzert und habe bei meinem Lieblingslied “An Eternity of Lies” Rotz und Wasser geheult. Anfang des Monats war ich in Bayreuth, um mir die Musiktheateraufführung von Goethes Erben namens “Menschenstille” mir anzuschauen. Ursprünglich wollte ich zu all dem etwas schreiben, aber ich habe es schlicht und ergreifend nicht geschafft.

Aber nun ein paar wenige Worte zu den gelesenen Büchern.

Die letzte Erwerbung war der neue Asterix Band namens “Der Papyrus des Cäsars”
Meine 10 Cents: Cäsar ist unter die Schriftsteller gegangen, aber hat ehrlich geschrieben … von wegen er hat ganz Gallien erobert bis auf jenes Dorf der Unbeugsamen. Seine Berater sagen allerdings, dass er dieses Kapitel lieber auslassen sollte und als großer Feldherr da stehen sollte. So wird es dann auch gemacht. Die Originalversion wird eingestampft, aber eins gelangt nach Gallien … und Asterix und Co. holen zum literarischen Gegenangriff aus…
Ein ganz anständiger Asterix finde ich.

Das nächste Buch war (chronologisch vom Ende des Monats erzählt) Roger Willemsens “Karneval der Tiere”
Meine 10 Cents: Willemsen hat in scharfzüngiger Weise und mit Witz Camille Saint Saens Musikwerk in Verse gesteckt. Dazu gibt es auch noch wunderbare Illustrationen. Das Buch war sehr gut für die Fahrt auf Arbeit (hin und zurück). Das hat mich schmunzeln lassen und hat auch seinen vollsten Zweck erfüllt: der Unterhaltung auf hohem Niveau.

Weiterhin gelesen habe ich von Eugene McCabe “Tod und Nachtigallen”.
Meine 10 Cents: Das Buch war ein kleines Highlight für mich. Es spielt in Irland. Protagonistin ist Beth, eine starke Frau, die in der irischen Landschaft (mit Moor und Nebel und so) lebt und Spielball der Männer wird. Entweder geht sie daran kaputt oder sie wächst daran. Beth Weg ist steinig und tödlich … nicht für sie, aber für den ein oder anderen Mann. Das Buch im Kontext eines anderen Jahrhunderts und die Rolle der Frau an und für sich zu lesen und nebenher auch noch ein bisschen Thrill zu haben, war sehr schön für mich. Ich war erstaunt, wie gut und flüssig das Werk zu lesen war. Der Anfang war für mich etwas schleppend, aber ich war am Ende sehr angetan und bin sehr froh, dass ich das Buch bei meiner Freundin aus dem Stapel (ausgemusterter Bücher) mir genommen hatte.

Das nächste Buch war Tilman Rammstedt “Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters”.
Meine 10 Cents: Es ist möglicherweise hart von mir, dass ich dem Buch zwei Sterne nur gegeben habe. Ich fand Rammstedts Stil für das Buch sehr interessant und irgendwie auch innovativ, aber die Geschichte hat mich leider nicht berührt. Sie war zwar witzig und clever geschrieben, aber mir wird vom Buch nichts weiter hängen bleiben, außer, dass ein Stilmittel die Briefe an Bruce Willis waren. Mmmmh. Schade eigentlich.

Dann habe ich im Rahmen des #minathons von Thomas Meyer “Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse” gelesen und fand dies sehr entzückend. Nachzulesen ist dies hier.

Ebenso gelesen mit einer Review im Blog versehen, habe ich den großartigen “Marsianer” von Andy Weir. Den ich auch noch gleich mit dem Film verglichen habe.

Und Anfang Oktober habe ich dann auch noch von Dominique Horwitz den Debütroman “Tod in Weimar”. Zu diesem Buch gibt es bei mir auch bereits einen separaten Blogeintrag.

Insgesamt fand ich den Monat etwas durchwachsen. Natürlich habe ich wieder viel zu viel neue Bücher gekauft und halte ich nicht meine eigene “Buchkaufdiät” ein. Aber was soll’s. Mir geht es zur Zeit nicht sonderlich gut. Ich belohne mich zuviel. Ich bin zu sehr “Quartals-Buchkäufer” … das Pendant zum Quartalssäufer. Deswegen kein weiteres Wort mehr zur Statistik und Co.

Wie war Euer Monat so?

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One thought on “Eugene und 6 Männer [Lesemonat Oktober]

  1. Mozart liebe ich. Bin kein Musikkenner aber meinen Mozart habe ich immer dabei. Das Wolkenbruch Buch habe ich auf Maras Blog den ich wiederum durch deinen gefunden habe entdeckt und gelesen und für sehr gut befunden. Ja dunkle tage gibt es ohne Zweifel. Klingt so abgedroschen wenn ich schreibe, ich kann dir das nachfühlen. Ich bin auch total unterbezahlt, unterfordert und hab auch den ganzen Tag mit Menschen zu tun. Ich weiß genau wie es dir da geht. Aber ich lass mich auch nicht mehr fertigmachen, bin zwar der Chef in meinem Laden, aber die Hierarchie in unserer Firma ist unendlich. Egal wer da noch über mir steht, ich lass mich nicht mehr ausnützen, dumm anreden usw. Funktioniert sogar, aber ein, zweimal im Jahr könnte ich schon einen Mord begehen. Hör bloß nie auf die zu belohnen.

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