Der Allesforscher [Buchempfehlung]

allesforscherDer Allesforscher von Heinrich Steinfest

erschienen am 10.03.2014 beim Piper Verlag, 400 Seiten
ISBN: 978-3-492-05408-9

Zum Inhalt: Sixten Brauns vollkommen normales Managerleben implodiert, als in Taiwan ein Wal explodiert, und Sixten von irgendeinem Teil des Wal-Innenlebens k.o. geschlagen wird. Kaum aus dem Krankenhaus entlassen, stürzt er mit dem nächstbesten Flugzeug ab – und überlebt abermals. Aber nicht ohne zwischendurch die große Liebe erlebt zu haben. Und so kommt er Jahre später – Sixten hat sich längst vom Manager zum Bademeister gewandelt – zu einem Kind, das auf gar keinen Fall sein eigenes sein kann, es dann aber doch plötzlich ist… Ein frisch verwaister Junge namens Simon. Ein Junge, der nicht spricht, außer in seiner eigenen, nur ihm selbst verständlichen Sprache. Ein Junge, der sich dann als ganz ungewöhnlich talentiert in ganz ungewöhnlichen Bereichen erweist: Er kann klettern wie eine Gemse und zeichnen wie Leonardo da Vinci. Auch liegt es an Simon, dass sich so manche Gerade in Sixtens Leben zum Kreis schließt…

Meine 10 Cents: Der Allesforscher von Steinfest gelangte in meinen “Korb” zum Lesen, weil ich das Cover hübsch fand, weil ein “nominiert für den Deutschen Buchpreis 2014” auf dem Cover prangte und weil ich mich zu erinnern wagte, dass das Buch gut besprochen war und ich keine Lust auf all zu lebensbejahende Themen hatte. Die Storyline, die mir auf dem Klappentext angekündigt wurde, war schräg genug, dass ich damit möglicherweise auch eine zeitweise Leseflaute bekämpfen konnte. Das hat auch geklappt. Zwischen den beiden Buchklappen ist eine Geschichte zu finden, die soviel Stoff innehat wie eine amtliche Verdi Oper. Bevor ich das Buch gelesen hatte, habe ich nichts über das Buch rechergiert, noch wusste ich ansatzweise etwas über den Plot oder dass das Buch Steinfests Bruder gewidmet wurde, der beim Bergsteigen im Alter von 23 verstorben war. Ich ging völlig “nichtsahnend” an die Geschichte. Dabei sind mir viele Dinge durch den Kopf gegangen. Sixten Braun wird durch die zwei Nahtoderfahrungen, die er mitnichten freiwillig getan hat, geerdet. Ob er es nun will oder nicht. Er kann sich nicht dagegen wehren. Vom “wackelnden” Manager mit Karriereambitionen wird er zum Bademeister, der Sicherheit haben möchte, weil er dank vieler interessanter Wendungen (die zugegebener Weise manchmal etwas holprig, höchst amüsant, liebenswürdig, aber nicht dumm daher kommen) zu einem Sohn kommt. Das klingt komisch, ist aber so. Also, ich habe das Buch sehr gemocht. Wirklich gemocht. Es wird nicht mein Lieblingsbuch, aber ich war kurzweilig unterhalten und ich habe alle Charaktere in dem Buch liebgewonnen. Ich wollte bis zum Ende lesen. Ich konnte nicht erahnen, was noch alles passiert. Jede Seite hatte immer wieder etwas Überraschendes. Das war schön und das ist ein großartiges Kompliment.

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