Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur Üblen Sache [Buchempfehlung]

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David Foster Wallace (RIP) – Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur Üblen Sache

erschienen bei Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 978 – 3 – 462 – 04749 – 3 übersetzt von Ulrich Blumenbach, Taschenbuch 2. Auflage 2015, zweisprachig, 105 Seiten, 6 EUR

Zum Buch: “Wer das Wesen der Krankheit Depression verstehen will, muss diesen Text lesen.

Eine frühe Erzählung von David Foster Wallace, erstmals 1984 in The Amherst Review, einer literarischen Studentenzeitschrift, erschienen. Mit erschreckender Offenheit und Formulierungen, die später in seinen Romanen und Erzählungen Eingang finden werden, erzählt der damals 22-jährige David Foster Wallace über einen Studenten, der an Depressionen erkrankt ist. Die starken Medikamente haben ihn auf einen anderen Planeten geschossen, doch scheint ein Leben dort immer noch das kleinere Übel – einen Weg zurück auf die Erde wird es niemals geben. David Foster Wallace kämpfte zeitlebens mit Depressionen und suchte nach Bildern, um zu beschreiben, was ihn quält. Eine schmerzhafte Erzählung, die die Krankheit in ihrer ganzen monströsen Ausweglosigkeit beschreibt und für Nichterkrankte verstehbar macht.” (Quelle: KiWi.de)

Meine 10 Cents: Ich habe das Buch schon länger auf der Watchlist gehabt. Ich bin auch dank meiner Arbeit sehr oft in Kontakt mit Menschen, die Depressionen haben bzw. langfristig Symptome einer Depression entwickeln oder mit sich herum schleppen. Dieses Buch ist wirklich hilfreich, die Üble Sache zu verstehen. Foster Wallace hat es auch schon im “jugendlichen” Alter geschafft mit prosaischer Leichtigkeit schwierige Themen in Worte zu fassen.

Der Protagonist der Geschichte beschreibt die Depression als eine Üble Sache. Es ist eine große Üble Sache, die mit Psyche und Physis eins wird. Dank eines Medikamentes gelangt er auf den Planeten Trillaphon. Natürlich rein metaphorisch. Es ist einfacher mit der Üblen Sache vom Planeten Trillaphon betrachtet, aber die Üble Sache ist nach wie vor da. Depression ist nicht einfach heilbar.

Die übleste Sache, fernab des Buches, ist jedoch, dass die Gesellschaft immernoch nicht sensibilisiert für dieses Thema ist.

Hier wäre ein Anfang dafür. Ein kleines handliches Buch, welches gut zu lesen ist.

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