On the move [Buchempfehlung]

on the moveOliver Sacks  –  “On the move – Mein Leben”
erschienen im rowohlt Verlag 2015
Hardcover, 448 Seiten

zum Inhalt: “On the move” ist die Autobiografie von Oliver Sacks, dem mutmaßlich berühmtesten Neurologen der Welt. Er hat bereits seine Kindheitserinnerungen aufgeschrieben in “Onkel Wolfram”, aber dieses Buch ist ein Abriss seines Arbeitslebens, welches voller Bewegung steckt.

Meine 10 Cents: Oliver Sacks ist ein echt guter Geschichtenerzähler. In dieser Autobiografie nimmt der Meister der Fallgeschichten seinen eigenen Fall, also sein eigenes Leben mit besonderer Lupe sich vor. Es wird nichts ausgespart. Weder sein Coming Out, seine Liebe zu Motorrädern oder seinem auf Kriegsfuß stehendem Talent zur Forschung in der Neurophysiologie. Das Interesse wäre da gewesen, aber eigentlich ist er mit Forschungsarbeit immer am falschen Ort zur falschen Zeit gewesen. Es ist, wie man im Buch lesen kann, ein Glücksfall geworden, dass er in Kliniken mit Langzeitpatienten gelangte. Dort konnte er ausgiebig beobachten und schriftlich festhalten. Nicht zuletzt ist dadurch “Zeit des Erwachens” entstanden. Das Buch zu den Patienten im Beth Abrahams Krankenhaus, welche dank Levodopa nach jahrelanger Stille zum kurzzeitigen Erwachen kamen.

Ich bin ein großer Fan seiner Fallgeschichten und ich liebte in der Autobiografie, dass er mit seinem eigenen Leben und seinen Unzulänglichkeiten nicht zimperlich umging. Die Fußnoten sind zudem der absolute Knaller. Nebenher konnte ich auch noch was Lernen. Das ist sowieso immer wieder ein großer Spaß für mich. Ich nehme gern etwas aus Büchern mit. Sie sollen schließlich nicht nur unterhalten. Natürlich steckt auch in diesem Buch Selbstbeweihräucherung und Pathos, aber das sei Hr. Oliver Sacks gegönnt. Ich mochte das Buch sehr, wie all seine Bücher. Ich bin zugegebener Maßen ein Oliver Sacks Jünger. Ich lese alles von ihm.

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3 thoughts on “On the move [Buchempfehlung]

  1. Das steht auch noch auf meiner Wunschliste. Freunden der “romantischen Wissenschaft” möchte ich auch Luria ans Herz legen. Er war wohl Sacks Vorbild.

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