Ein Jahr später … der Versuch startet erneut.

Moin moin,

da in absehbarer Zeit meine seit 2001 existierende Homepage vom Netz gehen wird, weil ich da eh nichts mehr tue, inklusive des Blogs dort, werde ich nun hier in hoffentlich regelmäßigen Abständen schreiben. Ich habe in den letzten Wochen … seit Anfang des Jahres 2015 bereits 22 Bücher gelesen und viel zu viele gekauft.
Highlights dessen waren mit Sicherheit:

Meir Shalev “Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger” erschienen bei Diogenes Verlag. Ich habe selten so sehr gelacht und geschmunzelt wie bei dem Buch. Shalev schafft es auf jeder Seite ironische Pointen zu verstecken. Ich schrieb dazu bei Goodreads:

“Dieses Buch habe ich aufgesogen. Shalevs Humor ist unschlagbar und sein Blick auf das Leben im Norden Israels und speziell des Lebens seiner Familie und da herausstechend der sehr bemerkenswerten Oma Tonia ist liebenvoll, respektzollend und entwaffnend brutal ehrlich, wobei es bei jeder Erinnerung und bei jeder Geschichte in einer Familie mehrere Seiten der Medaille zu erzählen gibt. Aber das haben nun mal familiäre Mythen in allen Familien gemein. Tonia ist mir als Leser mit Putzfimmelmacke sympathisch. Sie lässt sich nicht verbiegen.
Das Buch ist eine echt tolle Ablenkung und Sonntagsnachmittagsunterhaltung gewesen und bekommt ne volle Punktzahl.”

Dann war da noch lobend zu erwähnen:

Michel Houellebecq “Unterwerfung” erschienen beim Dumont Verlag. Ein Buch, was sicher für den einen oder anderen skandalös sein mag, aber es ist für mich nicht der erste Houellebecq. Ich mag seinen Schreibstil total.

“Und nun … ich habe das Buch zu Ende gelesen. Im Frankreich von Houellebecq sind die Muslembrüder an der Macht und eigentlich hat sich nichts geändert außer der Tatsache, dass man an die tollen Arbeitsstellen nur mit dem Koranbuch in der Hand rankommt, die hübschen Mädchen verschleiert sind. Es wird nach wie vor dekadent in Frankreich gelebt mit Gänsepastete und Rotwein … optional auch aus dem Libanon. Der 44 Jahre alte Protagonist und Literaturprofessor a.D. ist der eigentliche Held des Ganzen. Er lässt sich nicht einlullen von den an den Machtpositionen sitzenden und sich Gleichschalten lassenden Typen. Er verweigert sich dem Übertritt zum Koran und ja, er hat keine Aufgabe mehr, aber ihm geht es auch nicht wirklich schlechter. Er bekommt regelmäßig seine Pension und er kann über die ganze Angepasstheit seiner ehemaligen Kollegen nur den Kopf schütteln. Ich allerdings auch. Großartiges Buch. Für mich nicht skandalös, sondern eher entlarvend. In dem Buch wird eigentlich nur beschrieben, dass der Mensch sich viel zu leicht gleich schalten lässt, sobald für den Einzelnen was “Positives” herausspringen mag.”

Seit Anfang Januar habe ich zwei Bücher abgebrochen. Zum einen von Anna Zierhut “Carla kocht” und von Roddy Doyle “Typisch irisch”.

Soviel erst mal zum Neubeginn des Blogjahres. Es wird mehr und regelmäßíg. Ich schwör.

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2 thoughts on “Ein Jahr später … der Versuch startet erneut.

  1. YIpppiiiii, ich freu mich. Wann liest du denn das Neue von Vea Kaiser? Blasmusikpop war doch eines deiner liebsten, wenn ich mich richtig zurück erinnere.

  2. Ok, ich habe jetzt erst deinen aktuellen Blog Eintrag gelesen. Hat sie wirklich so dermaßen gespielt, das du das Buch jetzt nicht mehr lesen willst?

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